Reviews für "Zähltage"

www.blueprint-fanzine.de

*Plock* Dieses Geräusch stammte vom Schnalzen meiner Zunge, als ich zum ersten Mal dieses Album von SNOERD gehört habe. Die noch relativ frische Band aus Hannover haut mich mit ihrem emotionsvollen und zugleich energiegeladenen Punkrock auf Anhieb aus den Socken. Vergleichbar mit DUESENJAEGER, BITUME oder MUFF POTTER spielen sich SNOERD kraftvoll durch die elf Songs des Albums und reihen sich somit nahtlos in die Reihe „moderner“ deutschsprachiger Punkrockbands ein, die den Blick über den Tellerrand des eng gesteckten Szene-Ghettos nicht scheuen. Songs wie „Sollte jemand fragen“ oder das Stück „Und selbst?“ mit seinem LEATHERFACE-artigen Melodieteppich trage ich nun bereits seit einigen Tagen als Ohrwürmer mit mir herum, und sie sollten unbedingt auch in euren Gehörgängen ein kuscheliges Plätzchen angeboten bekommen. Und wer eine CD mit einem „Bud Spencer & Terence Hill“-Intro eröffnet, hat sowieso schon gewonnen… Die Labels „Elfenart“ und „Kidnap Music“ haben mit SNOERD wieder einmal einen guten Riecher für außergewöhnliche Newcomer-Bands bewiesen und haben auch bei der Gestaltung der CD in Form eines Digi-Packs mit achtseitigem Leporello-Booklet keine Kosten und Mühen gescheut. Scheiß auf VW-Aktien, wer sein Geld sinnvoll investieren möchte, sollte sich diesen Tonträger zulegen! (http://www.blueprint-fanzine.de/home/index.php4?Cat=5&Rub=2&EID=3965)



www.twilight-magazin.de

Nach dem guten Demo liegt nun das erste Release unter Labelfittichen vor. Glücklicher Weise ist das auch die größte Änderung im Hause SNOERD. Die Produktion ist besser, aber nicht zu klar geworden. Los geht´s wie bei dem Demo mit einem Bud Spencer/Terence Hill Intro, das sollte die Band zum Trademark entwickeln. Mit dem nur im Titel etwas veränderten ´Schlimmer als es aussieht´ befindet sich auch nur ein alter Track auf ´Zähltage´. Die neuen Songs sind stilistisch genau in dem Fahrwasser des Debüts, was bedeutet, dass es erwachsenen Punkrock mit einem guten Schuss Melancholie gibt. Trotz dieser unterschwelligen Traurigkeit ist die Platte vital und macht auch gute Laune - Trauerklöße sind die Hannoveraner sicher nicht. Das Info fasst es ganz gut zusammen: „Punkrock ohne Mittel- und Zeigefinger“! Klasse braucht halt keine Klischees. (http://www.twilight-magazin.de/php/showreview.php?id=1717)



www.listen-to-it.de

Diese kleine, aber sehr feine CD war mal wieder eine wirkliche Überraschung, die ich aus meinem Briefkasten angeln durfte. Bislang habe ich von SNOERD aus Hannover nämlich noch nie etwas gehört und als ich “ZÄHLTAGE” auf die erste Runde geschickt habe, musste ich mich sofort fragen, wieso nur? Die 4 Burschen aus Niedersachsens Hauptstadt verstehen es richtig guten leicht melancholischen, powergeladenen, deutschsprachigen Punkrock mit Herz und Verstand zu spielen, der in die Kerbe von alten MUFF POTTER, BOXHAMSTERS und Konsorten haut. Dafür, das “ZÄHLTAGE” das SNOERD Debut Album darstellt, wirkt es schon sehr reif und durchdacht. Jeder Song rockt ordentlich und lässt das Tanzbein kribbeln. Den Geschichten der 4 Punks, die ganz ohne den Einsatz von Brechstange und Mittelfinger auskommen, hört man gerne zu. Die Gitarrenmelodien fesseln einen und der Gesang ist auch nicht von schlechten Eltern. Einzig und allein etwas mehr Abwechslung könnten die Songs noch vertragen, aber was und SNOERD hier präsentieren, schaffen andere Bands nicht mal mit ihrem fünften Album. Die Jungs kommen einfach sympathisch und echt rüber. Es klingt nichts aufgesetzt oder erzwungen. Die Produktion ist zwar nicht mit den neuen MUFF POTTER Outputs zu vergleichen, aber gerade, der leicht rauhe Sound mit seinen Ecken und Kanten, gibt den 12 Songs Charme. Wer aalglatte Produktionen bevorzugt, denen es an Lebendigkeit fehlt, der kann sich ja was von Dieter Bohlen aus dem World Wide Web zocken. SNOERD dagegen sollte man mit dem Kauf ihrer Platte unterstützen und sie mal live besuchen gehen. Durch das schicke Artwork und die Digi-Pack Verpackung wird die Scheibe noch einmal abgerundet. (http://www.listen-to-it.de/html/snordreview.html)



Reviews für "Und Selbst?"

Plastic Bomb #55

Snørd „Und selbst?“ CD-R
Diese Kapelle aus Hannover hat mich von Anfang an überzeugt. Spieltechnisch mehr als gut, dazu eine supergute Soundqualität, und nicht zuletzt spielen sie sehr, sehr gute Musik. Deutschsprachig, voller toller Power, fast wie MUFF POTTER in ihren frühen Tagen oder GRAUE ZELLEN in ihren späten Tagen. Melancholisch ist hier der Grundton der 6 Songs. Diese CD-R von Snørd ist meine Lieblings CD-R in dieser Plastic Bomb Ausgabe. Tolle Neuentdeckung! (Sommer 2006)



Übersteiger

"Erst einmal verspricht ein geniales Intro aus einem Bud Spencer/ Terence Hill-Film viel und dieser Wunsch wird einem dann auch musikalisch erfüllt: 6 tolle Punkrock-Songs (einer davon instrumental) a la Duesenjaeger oder Der Trick ist zu atmen sind auf dieser nett aufgemachten Demo-CD. Sehr persönlich geschriebene, melancholische Texte zu ebenso melodischem Sound. Leider ist die Internetseite noch im Aufbau und ich habe nicht mehr erfahren können. Es lohnt sich für Liebhaber der oben erwähnten Bands/ Musik aber auf alle Fälle diese in nächster Zeit mal anzuklicken. Tipp!
(aus: Der Übersteiger, # 77, März´06)



Ox

„Hildesheim, Oktober 2005: An einem Wochenende trifft sich die kürzlich gegründete Punkrock-Band Snørd aus Hannover in einem kleinen Studio, um die erste EP der Bandgeschichte aufzunehmen. Schlagzeug aufbauen, Gitarren einstöpseln, los geht’s. Bereits nach zehn Minuten ist das MUFF POTTER-Shirt total durchgeschwitzt. Egal, weiter. Bis zum Mittag ist die Hälfte der sechs Songs im Kasten. Die Ohren brauchen eine kurze Auszeit: Zur Pizzapause dröhnt EA 80 aus den Boxen. Die Zeit rennt, das Schlagzeug treibt. Abends will man fertig sein, morgen soll abgemischt werden. Zum Feierabendbier des ersten Tages läuft noch mal der Rough-Mix durch: Alter, das ist jetzt schon fetter, als es die BOXHAMSTERS jemals waren! Warte da mal den Endmix ab! – Halt, mach noch mal zurück! War da nicht ein kleiner Fehler? – Scheiß drauf, ist doch Punkrock! Hauptsache ist doch, die Energie kommt rüber. Ey Bastian, bei „Stetes Tropfen höhlt den Stein“ klingt deine Stimme echt wie die von Nagel! – Hast recht, merke ich auch gerade. Aber geile Melodie! – Sonntagabend läuft im Studio nur noch der CD-Brenner, vier grinsende Jungs stecken stolz die fertige Aufnahme in die Tasche. – Da rufen wir gleich mal bei DUESENJAEGER an, wie es mit der gemeinsamen Tour aussieht, oder?“
(17:40) (8)(aus: Ox-Fanzine. # 65, April / Mai´06)



Laizosa.de

Schon etliche Male angehört, aber nie genug Zeit für ein Review... dabei möchte ich euch diesen Silberling mit sechs Stücken empfehlen. Der überzeugt nämlich nicht nur durch die persönlichen, deutschen Texte, die mal leisen, öfter energischen Gitarren, der sympathischen und kraftvollen Stimme und dem...
...Abwechslungsreichtum, sondern auch durch einen echten kleinen Hit (s. Anspieltip). Zudem gibt’s eine sehr passende und schöne Covergestaltung von Ralf Rohde, die dieses Werk der Hannoveraner abrundet. Mit Stilrichtungen tu ich mich ja immer etwas schwer und so wirklich rein passen in solche Kategorien ja eh nur wenige Bands. Für alle, dies brauchen, nenn ichs mal Emo-Punk-Rock, wobei Emo an dieser Stelle wirklich positiv gemeint ist und Snoerd nicht in die Schublade der vielen belanglosen Bands der letzten Jahre stecken soll.
Komischerweise denke ich an einigen Stellen der Scheibe immer an Slime zu Schweineherbst-Zeiten, aber das bilde ich mir vielleicht auch ein... gelungene Sache jedenfalls und wenn die Jungs um Vinyl-Welt-Willy demnächst im heimischen Bei Chez Heinz gastieren, sollte man sich das ruhig mal anschauen. Würden nicht etwa 650 km zwischen mir und dem Heinz liegen würden, wär ich zumindest dabei.
Für mich ein Hit, für euch der Anspieltip: Kein Weg zurück!



Trust Fanzine NR. 118/03 (Juni /Juli ´06)

Snørd – „Und selbst?“ DEMO
Ganz nettes 5-Track Demo aus der ehemaligen Kanzlerstadt und (noch viel wichtiger) meinem Geburtsort Hannover. Snørd spielen teils wütenden, teils melancholischen, nachdenklichen Punkrock wie ihn Einleben oder auch Muff Potter zum Besten geben. Mir gefallen die beiden melancholischen Stücke besser, denn die Gesellschaftskritik ist doch textlich sehr vage gehalten. Wurde innerhalb eines Wochenendes aufgenommen und ich muß sagen dafür ist die Aufnahmequalität recht hoch. Könnt mir vorstellen, dass das Plastic Bomb noch mehr Begeisterung für diese Platte aufbringen kann als ich. Ist zumindest nicht schlecht.
(tim)



Tante Guerilla Mailorder Olé, da kommt Freude auf. Sehr schöne CD einer frischen Band aus Hannover. Sno(e)rd spielen Punkrock mit deutschen Texten. Soweit so gut. Was die Band besonders macht sind zum einen die Texte, die zwar intelligent aber nicht intellektuell sind. Kopf und Bauch in angenehmer Harmonie. Zum anderen sind die die Songs auch von der musikalischen Seite betrachtet stets smart und wohl durchdacht, was die CD vom ersten Ton an sehr sympathisch macht. Um den interessierten Leser und Käufer ein paar Fixpunkte zu bieten, erlaube ich mir mal einen Griff in die Namedroppingkiste: Muff Potter! Und zwar zur Zeit der Bordsteinkantengeschichten, sowohl textlich als auch musikalisch. Und das, liebe Freunde der Sonne, will ich als verdammtes Kompliment verstanden wissen! Was gibt es noch zu berichten? Achja, die CD enthält 6 Stücke und kommt mit Gratis Button. Das Ganze zum Jubelpreis von 4,50 Euro. Somit hat die Band auch hier gepunktet. Noch Fragen, Hauser?